Sprecherin der Jungen Psychotherapeuten der DPtV


Junge Psychotherapeut*innen

Neben der Arbeit in der Praxis, engagiert sich Dipl.-Psych. Stephanie Hild-Steimecke ehrenamtlich für andere Psychotherapeut*innen, die sich in Ausbildung befinden oder vor weniger als fünf Jahren ihre Approbation (Behandlungserlaubnis) erhalten haben. Als Sprecherin der "Jungen Psychotherapeuten" in der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), setzt sie sich für die Belange und Interessen der Kollegen ein.


 

Junge Psychotherapeut*innen der DPtV halten Vorträge für Student*innen

Die DPtV setzt sich bereits seit Jahren für die berufspolitische Nachwuchsförderung ein. Auf Bundesebene bedeutet dies einem Team von ca. 10 sogenannten „Jungen Psychotherapeut*innen“ (JPt) Einblick in die berufspolitische Arbeit zu gewähren. Unter dem Begriff Junge Psychotherapeut*innen werden jene Mitglieder des Verbands subsummiert, die noch studieren, sich in der Ausbildung zum Psychotherapeuten*in befinden oder sich in den letzten 5 Jahren niedergelassen haben.

Neben der bereits kontinuierlich stattfindenden Einbindung der JPt in die Berufspolitik der Landesgruppen, z.B. durch Kooptierungen und Beauftragungen, wurde 2017 ein ganz besonderes Projekt ins Leben gerufen. Seit dem Frühjahr 2017 besuchen Mitglieder des JPt-Sprecherteams unter der Leitung von Dipl.-Psych. Stephanie Hild-Steimecke, im Auftrag der jeweiligen Landesgruppen, Universitäten im ganzen Bundesgebiet, um Student*innen über Berufspolitik und die Psychotherapie-Ausbildung aufzuklären. Dieses Angebot wird von den Psychologischen Fachschaften und Student*innen mit großer Begeisterung aufgenommen. Viele Student*innen haben bezüglich dieser Themen ein großes Informationsdefizit, welches durch die Vorträge und die anschließende Fragerunde geschlossen werden kann.

 

Ausbildungsbedingungen der Psychotherapeut*innen in Ausbildung (PiA)

Die Arbeit für Junge Psychotherapeut*innen ist für uns sehr wichtig, denn die Ausbildungsbedingungen für Psychologische Psychotherapeut*innen sind aktuell noch sehr prekär. Nach vier bis fünf Jahren Studium können sich Psycholog*innen, Pädagog*innen und Sozialpädagog*innen dafür entscheiden eine Weiterbildung zur Psychologischen Psychotherapeut*in für Erwachsene oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zu absolvieren. Diese Weiterbildung erfolgt in Vollzeit oder berufsbegleitend und dauert üblicherweise zwischen drei bis fünf Jahren. In dieser Zeit müssen neben den ambulanten Patientenbehandlungen bis zu 1800 Stunden in der Klinik gearbeitet werden. In vielen Teilen Deutschlands erhalten Psychotherapeut*innen in Ausbildung (PiA) für diese Zeit keine oder kaum Bezahlung und das nach einem abgeschlossenen Studium. Weiter kostet diese Ausbildung zwischen 20.000-50.000€, was von den Ausbildungsteilnehmern selbst gezahlt werden muss. Für Verbesserungen der Ausbildungsbedingungen und auch die Erleichterung des Berufseinstiegs setzen sich die Sprecher der Jungen Psychotherapeuten ein.

Ein großer Schritt in die richtige Richtung soll die Reform der Psychotherapieausbildung mit sich bringen.  Die sogenannte Direktausbildung soll einen eigenen Studiengang für Psychotherapie ins Leben rufen, der nach Studienabschluss eine angemessene Bezahlung ermöglicht. Weitere Informationen finden Sie unter www.piaportal.de.